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Meine kleine Buddelschiffs-Werft

Naja, eigentlich versteht man unter einer Werft etwas anderes. Sie liegt am Wasser, es sind große Hallen vorhanden, es ragen schwere Kräne in den Himmel und es wird geflext und geschweißt. - Das ist bei mir ein wenig anders. Meine Werft, oder wie Ina Koys in ihrem Buch über die Eye schreibt "basement-shipyard" liegt nach außen hin völlig unsichtbar im Keller unseres Hauses. Ich habe mir da sogar einmal einen Heizkörper reinbauen lassen, so dass ich es auch im Winter schön warm habe.

Frankys KellerwerftFrankys Kellerwerft

Der Haupt-Arbeitsbereich ist meine Werkbank. Hier liegen immer viele kleine Werkzeuge herum, die zum Bau der Modelle und zum "Einbuddeln" notwendig sind. Außerdem stehen meist mehrere Flaschen, Schiffsmodelle oder Teile davon herum. Ganz wichtig ist mein guter alter Schlepptop. Damit schaue ich mir die Bilder der Schiffe an, um so nah am Original, wie möglich arbeiten zu können. Ich zeichne mir zwar auf dem PC für jedes Modell einen Bauplan, aber der dient meist nur dazu, die Dimensionen aufs Material übertragen zu können. Die Details hole ich mir von Fotos, die ich entweder selber von den Schiffen gemacht habe, oder aus den Weiten des Internet gefischt habe. - Ach ja, und ein Außenlager habe ich auch noch:

Frankys HolzlagerFrankys Holzlager

Hier- das ist eigentlich unser Fahrradschuppen - lagert das Holz für die Schiffsrümpfe. Ich habe mir aus dem Wald mal einen Erlenstamm geholt, aus dem die Rümpfe geschnitzt werden. Es war gar nicht so einfach, einen Baum zu finden, in dem Schiffsrümpfe enthalten sind.... Naja, auf jeden Fall liegt das Holz hier schön trocken.

Nachfolgend könnt ihr meine aktuellen Projekte anschauen:

Bau-Nr. 100: Projekt Time-bottle

Sicherlich werdet ihr euch fragen, was das denn sein soll. Ich bin dabei, die Brigg EYE OF THE WIND in drei unterschiedlichen Phasen ihres "Lebens" in einer Flasche darzustellen. Sie hat ihr Gesicht seit ihrem Stapellauf im Jahre 1911 sehr stark verändert. (Mehr dazu könnt ihr hier erfahren.) Auf die Idee gebracht hat mich die Lektüre des Buches "The Ship That Changes A Thousand Lives" von Ina Koys, ein Buch dass ich sehr empfehlen kann und das für alle Fans der Eye zur Pflichtlektüre zählt.

Zunächst habe ich 3 gleiche Schiffrümpfe geschnitzt

Dann habe ich das Wasser in die Buddel eingelassen

Danach kommt das erste Schiff, die FRIEDRICH an die Reihe: Sie bekommt die Bau-Nr. 99 1/3

Nachdem der Rumpf fertig gestrichen ist, wird zunächst die Takelage angebracht und danach die Segel

Mittlerweile ist die FRIEDRICH schon zu ihrer Erprobungsfahrt auf die Nordsee aufgebrochen

Jetzt werden noch die Decksaufbauten hergestellt und dann ist sie bereit für ihre letzte Reise.

13. Februar: Nachdem ich mich eine ganze Weile mit anderen Dingen herumgeschlagen habe, bin ich mal wieder zum Basteln gekommen. Ich habe der FRIEDRICH ein Geländer und zwei Anker gebaut. Normalerweise kommt das Geländer - auf dem Schiff heißt das Reling - vor dem Takeln, aber ich hatte es schlicht und einfach vergessen: peinlich!

 

15. Februar: Leider komme ich aufgrund des guten Wetters wenig zum bauen. Aber auf jeden Fall ist die FRIEDRICH jetzt klar die Leinen los zu schmeißen und in See (Buddel) zu stechen

 

Samstag, 16. Februar: Heute morgen um 8 war es noch kalt draußen, da habe ich die Zeit genutzt um die Leinen los zu schmeißen

Am Abend hatte ich keinen Bock auf Glotze, also ab in den Keller und Schiffe verbuddeln:

Erst einmal muss alles platt gemacht werden

Passage gut überstanden, auch wenn's schlimm aussieht

Dann musste das Rigg aufgerichtet und alle Segel an ihren Platz gebracht werden. Da gerät so ein Schiff schon mal aus der Spur oder kentert sogar

Nachdem sich die alte Dame wieder aufgerichtet hatte ...

...ist sie erst einmal eine Position rückwärts gesegelt

um dann auf ihrer endgültigen Position, die dem Jahr 1911 entspricht, festzumachen

Jetzt wird es Zeit für einen Zeitsprung in das Jahr 1976

 

Bau-Nr. 99 2/3 EYE OF THE WIND (1976)

Montag, 18. Februar:

Ich bin noch ein wenig in Euphorie, weil das Einbuddeln der Friedrich so gut geklappt hat, deshalb habe ich mich gegen Abend in meinen Werftkeller verzogen um an der EYE, wie sie 1976 ausgesehen hat, zu werkeln. Zunächst musste mal eine Reling gebaut werden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danach sind Bugspriet und Klüverbaum an der Reihe. Das ist eine Veränderung gegenüber der FRIEDRICH, die nur ein Bugspriet hatte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und so sah die EYE aus, als ich Feierabend gemacht habe:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 22. Februar:

Auf dem Vorschiff wurde die Balkenkonstruktion, von der ich nicht weiß wie das heißt, angebracht. auch die Ankerwinde steht schon auf dem Deck und der Anstrich ist auch schon erfolgt.

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Achterdeck wurde die Vorrichtung (die hat bestimmt auch einen Namen?), die das Beiboot aufnehmen soll, angebracht, na klar mit Flaggenstock.

 

 

 

 

Und natürlich wurde das Inflatable auch schon geliefert, mit Außenborder und allem drum und dran.

 

 

 

 

Donnerstag, 7. März:

Bei Schietwetter macht das Arbeiten auf meiner kleinen Kellerwerft richtig Spaß:

 

 

 

Mittlerweile sind die Decksaufbauten geschnitzt

 

 

 

 

 

 

und werden jetzt gestrichen

 

 

 

 

 

 

Auch das Rigg ist bereits fertig zur Montage

 

Sonntag, 10. März: Da ist es, das heiß ersehnte Schietwetter mit Sturm, Regen und Schnee. Super Wetter, um auf meiner Werft zu arbeiten, zumal ich heute vormittag Strohwitwer bin. Als erstes habe ich den Rumpf mal von der Kellerwerft in mein Warmes Wohnzimmer geschleppt. Hier brennt der Ofen und es ist schön gemütlich - die Kaffeemaschine ist auch nicht weit...

 

Der Fockmast ist gesetzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt kommt der Großmast dran

 

 

 

Das Rigg ist so gut wie komplett, es fehlt noch ein wenig laufendes Gut un dein paar Stagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt ist der Segelmacher dran. Der fängt immer hinten an, ist wohl einfacher....

und dann die Stagsegel zwischen den Masten

 

 

 

So langsam sieht man, wo die Reise hingeht

 

Aber jetzt müssen erst mal die gewerkschaftlich vorgeschriebenen Pausen eingehalten werden, sonst gibt es Streik, und das verzögert das Projekt nur unnötig!

 

 

 

So, der Segelmacher ist von Bord, jetzt muss nur noch das Wuhling aufgeräumt werden, dann ist die Lady klar zum Auslaufen!

 

 

 

 

 

Ach ja, die Schoten der Stagsegel, hat er vergessen zu belegen, dass muss noch mal eben gemacht werden, sonst flattern die bei diesem Wind kaputt...

 

Dienstag, 12. März: So alle Vorbereitungen sind getroffen, alle (21) Leinen sind los, dann kann die Reise beginnen. Aber vorher muss ich noch ins Kino. Es läuft der Film Astrid, über Astrid Lindgren. Ich will schließlich wissen, wie die Frau auf so tolle Geschichten und Charaktäre gekommen ist, die mich und meine Kinder lange Jahre begleitet haben. Also geht es morgen früh erst los.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 13. März:

Tief Franz hält uns mit Sturm und Regen an zu Indoor-Aktivitäten, also habe ich gleich nach dem Frühstück die Flucht nach vorne angetreten:

                                                         Na das "klappt" ja prima

 

 

 

Voll festgelaufen

 

 

 

Schiffbruch? Nein: Koordiniertes Chaos

 

 

 

Da gibt es noch einiges zu richten "Schkell un schkeef het Gott leef" (Krumm und Schief hat Gott lieb)

 

 

 

Da gibt es noch Einiges zum Abschneiden

 

 

 

 

Und dann beginnt die Zeitreise ins Jahr 1976

 

 

 

Geschafft, Position erreicht

 

 

 

 

zusammen segeln macht mehr Spaß

 

 

 

 

Und schon segeln zwei alte Ladies, die ja in Wahrheit nur ein Schiff zu unterschiedlichen Zeitpunkten sind, gemeinsam durch den Ozean der Zeit in der Timebottle.

Bau-Nr. 100 EYE OF THE WIND (Stand 2019)

Hier geht es in Kürze los. Der Rumpf ist vorrübergehend bei den beiden anderen Ladies in der Timebuddel "eingeparkt"

Bau-Nr. 101 FLYING DUTCHMAN

Diese Buddel entsteht für Julia, die Inhaberin des Fliegenden Holländers in Ditzum (Ostfriesland). Nachdem sie das Bistro von ihrem Vorgänger übernommen hat, hat sie keinen Fliegenden Holländer mehr, weil Rob, der Vorbesitzer, seine FLYING DUTCHMAN mitgenommen hat. Also muss für den Laden eine neue Buddel her. Ja und die entsteht gerade in meiner kleinen Werft.

Nach der Bauzeichnung ist immer das Schnitzen des Rumpfes dran. Das sieht schon ganz gut aus

 

 

In die Buddel habe ich das handwarme Wasser mitsamt Wellen und Gischt bereits eingelassen. Jetzt kommt der Rumpf solange mit in die Buddel, bis das Wasser (Kitt) ausgehärtet ist. Dann passiert da in der Zeit nix mit und er staubt nicht ein

.

 

 

 In der Zwischenzeit kann ich die Timebottle fertig stellen

 

Samstag, 23. Februar:

Heute habe ich mal eben kurz die Masten für die FD angefertigt. Ich hatte mir eine neue Vorrichtung zum Verleimen des Mastes mit der Stenge erfunden, und die wollte getestet werden: Funktioniert hervorragend

Bau-Nr. 102 Toppsegelschoner SANTA BARBARA ANNA

Die SANTA BARBARA ANNA habe ich 2016 auf der HanseSail in Rostock kennen gelernt. Sie hat mich mit ihrem blauen Rumpf und den weißen Segeln in ihren Bann geschlagen. Eigentlich ist sie schon über ein Jahr im Bau, d. h. Rumpf und Wasser sind fertig, aber jetzt muss ich mal "in die Puschen" kommen und sie fertig bauen.

SANTA BARBARA ANNASANTA BARBARA ANNA

 

 

Bau-Nr. 103 Zweimast-Toppsegelschoner AVATAR

Auf der AVATAR bin ich 2016 während der HanseSail mitgesegelt. Das ist ein ganz tolles Schiff, mit allem Schickimicki. Und wenn man sich anschaut, wie das mal ausgesehen hat, dann kann man sich nicht vorstellen, das daraus das heutige Schmuckstück geworden ist.

AVATARAVATAR

Bisher existiert die AVATAR bei mir nur auf Papier, aber als ich neulich in Krakau auf einem Flohmarkt diese Buddel fand, da wusste ich, welches Schiff da rein muss: Die AVATAR

 

Donnerstag 14. März:

So gestern musste ich ein paar grobe Holzarbeiten in meinem Keller erledigen (es musste ein Bootswagen für ein Kajak her) und da bot es sich an, gleich mit Holzarbeiten weiter zu machen und den Rumpf für die AVATAR zu schnitzen. Ist dann buchstäblich ein Aufwischen.

Das größte Problem war es, das richtige Stück Holz zu finden. Nicht dass da am Ende noch das falsche Schiff drin steckt.

 

 

 

 

Aber hier scheine ich die richtige Wahl getroffen zu haben,

 

 

 

 

 

Ähnlichkeiten sind schon erkennbar.

Das Projekt "UDO"

Freitag, 15. März: Was zum Geier ist das Projekt "UDO"? Das möchte ich im Moment noch nicht verraten. Nur soviel: Es ist ein ganz herzliches Dankeschön an einen Menschen, der mir ganz viel gegeben hat. Und dieses Schiff hat etwas mit einem seiner Projekte zu tun.

 

Na klar, als erstes muss mal wieder ein Stück gute Erle herhalten, in der der richtige Rumpf schon enthalten ist. Die Stelle, an der es drin steckt habe ich schon gekennzeichnet.

 

 

 

 

 

 

 

Das Hauptdeck wird heraus gearbeitet...

 

 

 

und schlieplich geglättet

 

 

 

 

 

 

 

Das kann sich doch schon sehen lassen.