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Erbgut

 

Erbgut bedeutet ja normalerweise, dass Informationen über die DNA an die nächste Generation weitergegeben wird. Hier betrifft es aber das Hab und Gut, dass mir ein verstorbener Buddelschiffbauer - über seine Tochter - vererbt hat, und damit auch ganz viel Informationen, die Aufschluss über seine Art und Weise Buddelschiffe zu konstruieren und zu bauen, geben.

Dieser Buddelschiffbauer heißt Arthur Barteck, wurde 1926 geboren und starb 2004 im Alter von 78 Jahren; Buddelschiffe hat er bis zum letzten Augenblick gebaut, so hinterließ er viele angefangen Modelle und Flaschen.

So beschrieb er sich und sein Hobby selber:

Und nun zum eigentlichen Erbgut, und wie ich dazu kam. Seine Tochter Annelene hatte all sein "Buddelschiffzubehör" nach seinem Ableben in einen großen Karton gepackt und da stand er nun seit 2004 im Keller - unangerührt und voller Erinnerungen. Bei ihrer Aufräumaktion in diesem Jahr (2021) traf sie die Entscheidung, sich von all dem zu trennen. Anfangen konnte sie damit nichts, da sie sich dieses Kunsthandwerk niemals angeeignet hatte. Und so ist sie auf die Suche nach jemandem gegangen, der all die Sachen in dem Karton zu schätzen weiß und sie vielleicht sogar gebrauchen kann. Und so hat sie mich über das Kontaktformular auf dieser Seite angeschrieben:

Na klar brauchte ich nicht lange überlegen, so eine Gelegenheit bekommt man nicht alle Tage. - Ein paar Tage später kam ein riesiger Karton bei mir an, der vom Transport sehr mitgenommen aussah - 27Kg! Whow, dachte ich, jetzt ist Weihnachten. Und genauso fühlte sich das auch an, als ich all die Schätze aus dem Karton holte, die sorgsam verpackt und allesamt heile geblieben waren. Ganz schnell füllte sich unser Esszimmertisch.

 

Jede Menge Werkzeuge, Materialien, Farben, Pinsel, Sortimentkästen, Flaschen, Zeichnungen, Pläne...

Ich staunte nicht schlecht, als ich aus dem Karton 5 unbeschädigte alte Buddelschiffe herauszog, ebenfalls alle heile geblieben. Das Flaggschiff darunter war ein wunderschönes Modell der PASSAT in einer 3-Liter-Buddel - herrlich. Ich hatte Tränen in den Augen.

Soweit das Auspacken; am nächsten Tag machte ich mich daran, all das zu sichten. Ich schaute mir ganz genau die Werkzeuge an, viele davon selber hergestellt, die angefangenen Modelle, das Material (Garn, Draht, Segelstoff...)

Angefangene Modelle, teils noch im "Rohbau"...

Das sollte die ALEX werden, sie war fast fertig.

Und, wie sollte es auch anders sein, jede Menge von Hand gezeichnete Pläne

und sogar einen Nachdruck des Bauplanes der PASSAT, der ihm vom "Archiv der Deutschen Schiffahrt" zur Verfügung gestellt wurde.

Einfach nur toll, zu sehen wie jemand gearbeitet hat. Vieles mache ich ähnlich, vieles auch ganz anders, und trotzdem führt es relativ zum selben Ergebnis. Will sagen, man ist nicht der einzige Mensch, der sich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt und Lösungen erarbeitet hat.

Mittlerweile ist mir auch schon eine Idee gekommen, was ich mit all dem "Erbgut" mache.

Fertige Buddelschiffe: Die werde ich zugunsten eines guten Zweckes (s. Startseite) verkaufen

Angefangene ALEX: Die will ich fertig bauen und dann ebenfalls wie die anderen verkaufen.

Werkzeuge und Material: Ich werde mal im Buddelschiffmuseum nachfragen, ob es dafür Verwendung gibt.