Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Diese Buddelschiffe habe ich im Jahr 2017 "eingebuddelt"

2-Mast-Gaffelschoner ELDORADO - Bau-Nr. 86 - Stapellauf 2. Februar 2017

Die ELDORADO habe ich erstmalig auf der Sail 2015 in Bremerhaven gesehen und war sofort begeistert. Der rote Rumpf und die weißen Segel machen schon Eindruck. Bereits damals stand für mich fest, dass ich sie irgendwann einmal in eine Flasche bannen würde.
Dieses Schiff ist für Ines, eine Freundin aus Schleswig-Holstein bestimmt. Sie wollte gerne ein schnuckeliges Schiff in einer kleinen kugeligen Buddel haben.

Schoner ELDORADOSchoner ELDORADO

Das Original:

Die Eldorado wurde 1964 als einfaches Fischerboot in Oostende gebaut. Im Jahre 2000 wurde das Schiff in die Niederlande verkauft. Hier lag es fast 6 Jahre lang in einem Industriehafen, bis der heutige Eigner es dort 2006 entdeckte. Von 2006 bis 2012 wurde viel Mühe und Arbeit in das Schiff investiert, um dieses schöne Segelschiff zu schaffen. Ihre erste Reise trat die Eldorado nach Oostende, ihre Geburtsstadt, an, 2012 konnte der Zweimaster erstmalig auf der Kieler Woche bestaunt werden und ist heute als Charter-Luxus-Segelschiff unterwegs.

 

 

Länge:    37,5m    Breite: 6,5m    Segelfläche: 325qm

 

6-Mast-Barkentine E.R. STERLING - Bau-Nr. 087 - Stapellauf 19. März 2017

Ein Bild dieses wunderschönen Schiffes habe ich per Zufall im Internet entdeckt und es hat mich nicht mehr losgelassen. Dann kam mein Sohn auch noch mit einer leeren 3l-Rumflasche und da passte das Eine zum Anderen...

6-Mast-Barkentine E.R.STERLING6-Mast-Barkentine E.R.STERLING

Das Original

Die E.R. STERLING wurde 1883 als 4-Mast-Bark mit Stahlrumpf auf der Werft Harland & Wolff in Belfast (Irland) gebaut und zwar unter dem Namen Lord Wolseley. Es stand bis ca. 1900 in Dienst der Herron's Lord Line, die sie dann nach Deutschland verkaufte. Hier wurde sie auf den Namen Columbia umbenannt. 1903 wurde sie nach Canada verkauft, wo sie zu einer 6-Mast-Barkentine umgebaut und auf den Namen des Everett G. Griggs getauft wurde. 1910 wurde sie an Kapitän E.R. Sterling weiterverkauft, der sie nach sich selbst benannte, eben E.R. STERLING. Sie war eines der fortschrittlichsten Schiffe seiner Zeit. Als erstes Segelschiff wurde sie mit einer Bord-Telefonanlage ausgestattet und an Bord befand sich ein Automobil um in den Häfen mobil zu sein. Bis 1927 war das Schiff noch in Dienst und wurde dann leider abgewrackt.

 

Brigantine EYE OF THE WIND - Bau-Nr. 88 - Stapellauf 17. Mai 2017

Die EYE OF THE WIND ist mittlerweile schon eine alte Bekannte geworden und dies ist schon die vierte Version die ich jetzt gebaut habe. Diese ist allerdings ungewöhnlich, da sie der jetzigen Eye so gar nicht ähnlich sieht. Das liegt daran, dass die Eye 1976, nachdem sie fast verschrottet worden wäre, als Barkentine getakelt und wieder in Fahrt gebracht wurde. Dies geschah auf der Iron Warf in Faversham (UK). Ein Australier - Anthony "Tiger" Timbs hatte sie zum Schrottpreis gekauft und mit viel Liebe und unter Einsatz aller verfügbaren Geldmittel wieder flott gemacht. Und eben dieser "Tiger" ist jetzt 70 geworden und diese Buddel ist für ihn bestimmt und hat ihn mittlerweile über Berlin und Tasmanien erreicht. Tiger, I hope you enjoy this version of the Eye very much!

Barkentine Eye of the WindBarkentine Eye of the Wind

Das Original

Die EYE OF THE WIND  wurde 1911 auf der Lühring-Werft in Hammelwarden an der Weser unter dem Namen FRIEDRICH als Schoner mit Breitfock gebaut. Nach einer sehr wechselvollen Geschichte und mehreren Umbauten - die Takelage verschwand fast ganz - brannte das Achterschiff der Eye - zu der Zeit hieß sie MERRY - vollständig aus. Sie lag im Hafen. 1976 wurde es von dem Australier Anthony (genannt Tiger) Thimbs zum Schrottpreis gekauft und auf der Iron Warf in Faversham (UK) wieder flott gemacht. Das Bild der Eye hier stammt aus dem Buch Eye of the Wind - einem Traum auf der Spur von H. Focke und U. Kaak und wurde bei einem Besuch der Lühring-Werft in Hammelwarden 1981 aufgenommen.

3-Mast-Schoner ANNY von Hamburg - Bau-Nr. 89 Stapellauf 9. August 2017

Auf die Anny von Hamburg bin ich durch den Schiffskoch der Eye of the Wind Frank aufmerksam geworden, weil er auf ihr auch schon gefahren ist. Außerdem liegt sie in meiner Heimatstadt Leer im Hafen und gammelt vor sich hin. Aber auch wenn sie keine Segel mehr trägt und nicht in Fahrt ist, ihre Linien sind einmalig schön und elegant und genau darum habe ich sie gebaut. Und die Buddel kommt auch aus dem Meer. Die wurde auf Terschelling auf den Strand gespült.

Schoner ANNY von HamburgSchoner ANNY von Hamburg

Das Original

Die Anny von Hamburg wurde auf der Lühring-Werft in Hammelwarden an der Weser gebaut und im Juni 1914 zu Wasser gelassen. Die erste und einzige Reise absolvierte die ANNY nach St. Petersburg in Russland. Zwischenzeitlich waren Russland und Deutschland miteinander im Krieg und so wurde das Schiff beschlagnahmt und seine Spur verlor sich. Wie sich später herausstellte wurde die Anny auf dem Logadosee als Wohnschiff der zaristischen Marine eingesetzt. Hier sank sie später nach einem Artillerietreffer und wurde erst nach Kriegsende gehoben und - als Devisenbringer - an Deutschland zurückverkauft. Hier diente sie als Handelsschiff, wurde zwischenzeitlich verlängert und 1982 wieder auf ihre Originalmaße verkürzt und relativ wieder in den Lieferzustand von 1914 versetzt.

Gegenwärtig liegt die ANNY im Hafen des ostfriesischen Leer und gammelt vor sich hin. Die Decks sind grün und spakig, die Segel abgenommen, Masten und Spieren haben keinen Lack mehr. Ein Trauerspiel.

Schmack CK-21 Maria - Bau-Nr. 90 - Stapellauf 12. August 2017

Per Zufall bin ich über Bilder dieses wirklich eindrucksvollen Schiffes im Internet gestolpert und wusste: Die muss in eine Buddel, und zwar in diese :

Schmack MARIA CK-21Schmack MARIA CK-21

Das Original

Die CK-21 Maria ist sicherlich das traditionellste segelnde Fischerboot aus Essex. Sie wurde 1866 auf der Harrys Yard in Rowhedge gebaut. Nach einer 4-jährigen Restauration bei der St. Osyth Boatyard wurde sie im Mai 2007 fertiggestellt. Sie hat den Ruf ein sehr schnelles Boot zu sein. Sie hat schon manche Regatta für sich entschieden.

Schmack CK-21 Maria - Bau-Nr. 91 - Stapellauf 11. Oktober 2017

Dieses Schiff hat mir so gut gefallen - sowohl im Original als auch "eingebuddelt" - dass ich es nicht lassen konnte, sie gleich noch ein zweites Mal zu bauen. Dieses Mal in eine kleine Flasche, die in eine Hand passt.

Schmack CK-21 MariaSchmack CK-21 Maria

Ein uraltes Buddelschiff aus Augsburg

Na da macht man ein paar Tage Urlaub in Bayern und fragt in einem kleinen schnuckeligen Antiquitätenladen in der Altstadt, dem Antikolorum von Herbert Nowak nach dem Preis eines alten Sodaspenders aus dem Schaufenster. Über einige Umwege sind wir dann auf Buddelschiffe gekommen und dann meinte Herr Nowak: "Also ein Buddelschiff habe ich auch." Und holte eine kleine etwas beschlagene Buddel aus dem Schaufenster. Dieses Buddelschiff habe sein Onkel Otto Endruweit 1910 gebaut. Whow, ein schmuckes Teil. Aber da ich ja keine Buddelschiffsammlung oder gar ein Museum habe kaufte ich es nicht. Aber es ging mir auf unserem weiteren Weg durch die Altstadt nicht mehr aus dem Kopf. Ich entschloss mich, zurück zu kehren. Ich habe es käuflich erworben und es mittlerweile zuhause in meiner Werkstatt wieder aufbearbeitet.

Originalzustand beim KaufOriginalzustand beim Kauf

Nachdem ein Abend auf dem Sims unseres Kamins die vermeintliche Feuchtigkeit, die sich an der Innenseite der Buddel abgesetzt hatte, nicht beseitigen konnte habe ich mir die Sache ganz genau angeschaut. Mit langem Werkzeug und vielen Wattestäbchen getränkt mit Aceton, konnte ich den Belag vom Glas fast vollständig entfernen. Teilweise war es schwierig das Glas auf der Vorderseite zu erreichen, weil das Modell durch die windbedingte Seitenlage, sehr dicht an die vordere Seite der Buddel kommt. Und kaputt machen, wollte ich ja nun auch nix. Das Buddelschiff ist schließlich schon über 100 Jahre (!) alt. Und so sieht es heute aus und steht in meinem Wohnzimmer unter einem Halbmodell eines Windjammers aus dem Jahre 1852.

Nach der RestaurationNach der Restauration