Buddelschiffe 2026

Besan-Ewer FRIEDRICH – Bau-Nr. 142 – Stapellauf 27. Februar 2026

Diese Version der FRIEDRICH ist für den Skipper bestimmt. Nachdem wir im vergangenen Jahr mit dem Männergesangverein Concordia Haren auf dem Traditionsschiffe-Treffen in Leer aufgetreten waren, lud er uns für dieses Jahr zu einem Segeltörn im Sommer ein. Das war natürlich eine Steilvorlage zum Bau des Buddelschiffes.

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Das Original

Der Besanewer FRIEDRICH lief 1910 in Stade auf der Werft D. Ropers Witwe vom Stapel, wurde 1962 um 6m verlängert und 1982 an das Ehepaar Bölter verkauft, das den ursprünglichen Zustand wieder herstellte. Seit 2003 wird das Schiff vom Verein Schippergilde Friedrich e.V. Leer betrieben.
Länge: 26,10m Breite: 5.00m Segelfläche: ca. 150m²

Dieses Bild habe ich auf der Homepage der Schippergilde stibitzt, da ich sie noch nicht live gesehen habe

Topsegelschoner SANTA BARBARA ANNA – Bau-Nr. 141 – Stapellauf 9. Februar 2026

Die SANTA BARBARA ANNA habe ich bereits im Oktober 2019 gebaut. Die Buddel ist mittlerweile Interieur des Schiffes und wird von den Mitgliedern des Vereins Bramschot e.V. geschätzt und in Ehren gehalten.

Diese SBA ist für Paul bestimmt. Er möchte sie gerne seinem Vater schenken, der ein großer Fan des Schiffes zu sein scheint.
Vor etwa einem Jahr war ich in Holland in einem Kringloopwinkel (Secondhandladen) und habe da diese wirklich tolle Flasche entdeckt. Ich wusste erst nicht so recht für welches Schiff sie sich eignen würde, aber dann wurde das mit der SBA konkret und alles passte. Und weil ich immer wieder von den Molenköpfen mit den Leuchttürmen von Warnemünde begeistert bin, habe ich mich entschieden, den grünen Leuchtturm mit in die Buddel zu bauen. Und das ist das Ergebnis:

Und wer Lust hat, kann sich in diesem Video die Entstehung der SBA nochmal in Ruhe anschauen

Das Original

Hier geht es zum Original


Toppsegelschoner GRÜNE MINNA – Bau-Nr. 143 – Stapellauf: 2. Mai 2026

Dies war ein etwas unerwarteter Auftrag für mich. Die Innenarchitektin von Motel One  schrieb mich an und fragte mich, ob ich ein Buddelschiff, dass zu Bruch gegangen war, reparieren könnte. Dieses Buddelschiff gehört zu einer eigens für das „The Cloud One Hamburg Kontorhaus“ von dem Buddelschiffbauer Robert Riekers angefertigten Kollektion, die Hotel ausgestellt ist. Am nächsten Tag kam eine Mail, in der es hieß: Die Reparatur hat sich erübrigt. Leider hat jemand die zerbrochene Buddel samt Schiff entsorgt. Aber man möchte gerne Ersatz haben. Am liebsten dem Original so ähnlich, wie ein Ei dem anderen ähnlich sieht. Ich hatte da irgendwie Bock drauf und sagte zu. Das Schiff erhielt von mir den Arbeitsnamen GRÜNE MINNA, weil ich fand, dass der- oder diejenige, die die Buddel samt Schiff entsorgt hat, eine Fahrt mit einer Grünen Minna verdient hätte – ist aber nicht ernst gemeint. So war das bei den Werken von Joseph Boys sicher auch. War das Kunst oder konnte das weg?
So sah das Schiff nach seiner Havarie aus:

Das Modell selber war scheinbar unbeschädigt, aber die Buddel war zu Bruch gegangen.

Das größte Problem war die Buddel für das neue Schiff. Sie musste einen ganz bestimmten Durchmesser haben, damit sie in die Halterung im Hotel passt. Oh Wunder hatte ich eine passende Buddel in meinem doch einigermaßen umfangriechen „Flaschenlager“. So konnte ich direkt loslegen. Zunächst habe ich eine Zeichnung anhand des Originals gemacht, der Rest war mehr oder weniger Routine. Die Farbe der Segel war auch nicht ganz so einfach, da ich noch nicht mit grünen Segeln gearbeitet hatte. Aber ein paar Farbproben mit verschiedenen Grüntönen und deren Mischung ergab schon bald das richtige Grün. Ausserdem ist dieses Schiff für mich eine Premiere: Es ist der erste Segler, der auf seinem Steuerbord-Bug unterwegs ist. Bisher segelten alle meine Schiffe auf ihrem Backbord-Bug. Das liegt wohl daran, dass ich Rechtshänder bin, dann baut man das Modell so, dass sich die Segel zu einem hin blähen und der Flaschenhals nach rechts zeigt. War ungewohnt, ging aber auch. Das hier ist auf jeden Fall dabei herausgekommen:

Und falls ihr Lust habt und wissen wollt, wie die GRÜNE MINNA aus ein wenig Holz, Papier, Bindfaden, Kitt und Farbe entstanden ist, dann schaut euch gerne dieses Video an – Viel Vergnügen

Die GRÜNE MINNA hat ihren angestammten Liegeplatz im Hotel „The Cloud One Kontorhaus Hamburg wieder sicher erreicht!


Schoner ETHEL VON BRIXHAM – Bau-Nr. 144 – Stapellauf: 8. Mai 2026

Diesen wunderschönen etwa 130 Jahre alten hölzernen Schoner, habe ich schon länger während der HanseSail in Rostock im Auge gehabt. Dazu hat sicherlich der rote Rumpf und dessen elegante Linienführung beigetragen. Noch im Sommer 2025 bin ich mit meinem Handy dranher gelaufen und habe einen „Videobeweis“ von dem Schiff gemacht. Den Begriff habe ich vom Fußball entliehen. Ich halte das ganze Schiff mit allen wichtigen Details auf Video fest, um es dann zuhause detailgetreu nachbauen zu können.
Zu meinem großen Entsetzen ist die ETHEL im Februar nachdem sie dem neuen Eigner übergeben wurde, bei der Überführungsfahrt bei Cuxhaven auf dem Leitdamm auf Grund gelaufen und nicht mehr frei gekommen. Der Holzrumpf inklusive der Kiel wurden so schwer beschädigt, dass ein Freischleppen bei Hochwasser nicht in Frage kam. Vermutlich wäre sie dann direkt gesunken. 

Am Ende wurde ein gigantischer Schwimmkran geordert, der sie mit seinem monströsen Greifer in zwei Teile zerteilte und danach beide Hälften auf ein Schwimmponton hievte. Vor dieser Aktion wurden beide Masten und die gesamte Takelage abgetrennt. Kraftstoffe wurden bereits direkt nach der Havarie abgepumpt. Das einzig Gute an dieser Aktion ist, dass durch das saubere Durchtrennen des Rumpfes kein Diesel ins Meer gelangte. Das Bergungsteam hat also gute Arbeit geleistet, und man wusste vorher, dass die ETHEL nicht zu retten sein würde – traurig, aber wahr. Ach ja, by the way: Die Besatzung und der Bordhund konnten direkt nach dem Auflaufen unversehrt evakuiert werden!

Weil mich das Schicksal der ETHEL nicht in Ruhe ließ, habe ich mich entschlossen, ihr ein ganz persönliches Denkmal zu setzen, indem ich sie so, wie ich sie auf der HanseSail erlebt habe, in eine Buddel gebaut habe. Und das hier ist davon geworden. Wundert euch nicht über die Flagge am hinteren Masttop; das hat mit dem neuen Eigner der Buddel zu tun.


Spitzpünte HELENE – Bau-Nr. 145 – Stapellauf 28. Juli 2026

Diese Version der HELENE weicht in sofern von dem Museums-Schiff des Harener Heimatmuseums ab, als ich mich daran orientiert habe, wie es zu Zeiten des Originals unter Segeln ausgesehen hat. 

Wie man an der Aufschrift auf den Segeln leicht erkennen kann, habe ich dieses Buddelschiff für Margret & Ewald gebaut, die es im Jahr 2026 zusammen auf 140 Jahre Lebensalter gebracht haben; jeder zu gleichen Teilen 70 Jahre. Dies ist ein Geschenk vom Vorstand des MännerGesangVerein Concordia Haren e. V. für die beiden. Jeder weiß ja, wenn man zu einer Feier eingeladen wird, dann bringt man am besten eine Buddel mit.

Das Original

Die Spitzpünte „HELENE“ wurde im Jahre 1890 bei der Werft Sibum in Haren (Ems) aus Holz gebaut. Sie war für die „Große Fahrt“ ausgelegt und hatte eine Ladefähigkeit von 220 Tonnen. Das Museumsschiff , dass von der Lehrlingswerkstatt der Meyer-Werft (Papenburg) in Eisen nachgebaut wurde, ist insgesamt 40 m lang und 6,20 m breit; die Masthöhe erreicht eine Höhe von 30 m.

Das im Laderaum der „HELENE“ eingerichtete Instrumentalmuseum verfügt über nautische Messapparate für die Bestimmung

Dieses Gemälde zeigt, wie die Helene zu ihrer Fahrenszeit ausgesehen haben muss.

Auf diesem Foto sieht man deutlich, dass das Museumsschiff nicht für die Nutzung auf See gebaut wurde. Sie hat nämlich kein Unterwasserschiff, dass dem Original entspricht. Das Schiff soll lediglich an seinem Liegeplatz stabil liegen.

Wer Lust hat, kann sich hier anschauen, wie die HELENE aus einem Stück Holz entstanden ist, viel Spaß!


Bark ALEXANDER VON HUMBOLD II – Bau-Nr. 146 – Stapellauf: 26. August 2026

Diese Version der ALEX ist für Anna, die Schwiegertochter unseres Nachbarn Werner. Bei der Höhe der Masten habe ich geringfügig gemogelt, damit das Modell etwas eindrucksvoller aussieht und die Flasche besser füllt: Die Masten sind ein klein wenig höher als im richtigen Maßstab – künstlerische Freiheit halt, die ich mir herausgenommen habe.
Und na klar ist sie mit ihren grünen Segeln ein Hingucker. Nicht umsonst gibt es sie in jedem gut sortierten maritemen Souvenierladen für 5€. Machmal auch als Gorch Fock, dann ist alles genau so, bis auf die Segelfarbe…

Das Original

So habe ich die Alex 2023 beim Hamburger Hafengeburtstag erlebt. Die Elfi als Kulisse war eine nette Zugabe

Die Alexander von Humboldt II wurde ab 2010 bei der BVT Brenn- und Verformtechnik Bremen gebaut. Der Rumpf des Schiffs wurde nach dem alten Entwurf des 1953 bei H. C. Stülcken Sohn in Hamburg gebauten, indonesischen Segelschulschiffs Dewaruci geplant. Am 25. Mai 2011 lief die ALEX II vom Stapel, und wurde am 24. September 2022 in Bremerhaven getauft.
Seit Mai 2015 führt sie wie das Vorgängerschiff grüne Segel, die von der Brauerei Beck & Co. finanziert wurden. Wie ihre Vorgängerin, die Alexander von Humboldt, wird auch die Alexander von Humboldt II als Werbeträger für die Brauerei genutzt.
Das Betriebskonzept des Neubaus bleibt gegenüber dem der Alexander von Humboldt unverändert. Eingeteilt in Sommer- und Wintertörns soll rund 340 Tage im Jahr der Stiftungszweck, nämlich traditionelle Seemannschaft zu lehren, in Segelrevieren wie Nord- und Ostsee, aber auch im Atlantischen Ozean oder der Karibik erfüllt werden.

Länge: 65,05m      Breite: 10m      Segelfläche: 1360 m² bei 24 Segeln